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Das Ende des klassischen Agenturmodells

Autonome Agenten lösen die Logik des klassischen Agenturmodells auf. Was zählt noch, wenn ein gut angebundener Agent Recherche, Text, Bild und Veröffentlichung in einem Durchlauf erledigt?

Autor
Tim Herzog
Tim HerzogCEO
Lesezeit
2 Minuten
Datum
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Das klassische Agenturmodell basiert auf einer Idee, die Jahrzehnte lang funktioniert hat: Viele Menschen bündeln ihr Wissen und ihre Fähigkeiten, um gemeinsam Ergebnisse zu erzeugen. Diese Bündelung war der Wert. Man brauchte das Team, um Komplexität beherrschbar zu machen.

Mit autonomen Agenten beginnt sich diese Logik aufzulösen. Ein gut angebundener Agent kann heute bereits Recherche, Text, Bild, Veröffentlichung und Iteration in einem Durchlauf erledigen.

Was wir bei uns selbst erlebt haben

Unser interner Agent verarbeitet Gespräche aus Meetings, leitet daraus Themen ab, formuliert Beiträge, legt sie im System an und erzeugt das passende Bildmaterial direkt aus dem Markenkontext. Was wir nicht geplant hatten: Er hat begonnen, sich fehlende Verbindungen selbst herzuleiten und aufzusetzen.

Das ist kein Copilot mehr. Das ist eine ausführende Instanz, die sich ihren eigenen Arbeitsraum erschliesst.

Das Spannungsfeld Anspruch und Geschäftsmodell

Agenturen sollen Marken strategisch begleiten und gleichzeitig als Produktionskapazität funktionieren. Honorare orientieren sich an Stunden und Teamgrössen statt an Wirkung. Der Druck, Projekte zu sichern und Ressourcen auszulasten, bleibt hoch.

Was jetzt zählt

Wenn autonome Agenten die operative Umsetzung übernehmen, verliert die Verdichtung vieler Rollen an wirtschaftlichem Sinn. Dann zählt nicht mehr die Grösse des Teams.

Wie klar Marke beschrieben ist. Agenten brauchen präzise, maschinenlesbare Markendefinitionen. Wie zugänglich Wissen abgelegt ist. Wie offen Systeme miteinander sprechen.

Auch für uns bei AN war diese Erkenntnis der Anlass, unsere Markenagentur um Open Wonder zu ergänzen - eine AI-gestützte Brand-Infrastruktur. Nicht als Ersatz für kreative Arbeit, sondern als Grundlage für eine neue Art, sie zu organisieren.